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Im
vergangenen Jahr hat ein Forscherteam
vom Institut für Pädagogische
Psychologie an der Universität
München in einer Studie die Effektivität
des Trainings untersucht. Die Teilnehmer
der einen Gruppe wurden 69 Unterrichtsstunden
lang nach der suggestopädischen
Methode trainiert. Die andere Gruppe
lernte die Fremdsprache 256 Stunden
im traditionellen Unterricht.
Das Resümee des Universitätsteams
Gabriele Beitinger, Prof. Heinz Mandl
und Aleander Renkl ist deutlich:
Beim Vergleich der Testergebnisse
schnitt die suggestopädische Gruppe
deutlich besser ab! Verglichen mit traditionellem
Unterricht, lässt sich durch die
suggestopädische Methode in sehr
kurzer Zeit Wissen aufbauen.
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Das
erworbene Wissen ist zudem von hoher
Anwendungsqualität. Und Spaß
macht es auch noch! Dafür gibt
es keine wissenschaftliche Analyse,
sondern nur die Begeisterung der „Schüler”.
Die Vertreter der DGSL (Deutsche
Gesellschaft, für suggestopädisches
Lehren und Lernen) erklären die
Lozanovsche Methode als die Verbindung
von entspanntem Lernen mit sehr aktiven
Phasen, die sämtliche Wahrnehmungskanäle
und Sinne einbezieht. Die ALPHA INSTITUTE
- METHODE basiert auf diesem ganzheitlichen
Konzept. Alle Trainer/innen (Muttersprachler)
sind ausgebildete Suggestopäden.
Die Stiftung Warentest hat
nach einer Untersuchung verschiedener
Lernmethoden der suggestopädischen
die fünffache Lerngeschwindigkeit
bescheinigt und seriöse Wissenschaftler
stellen der Methode beste Zeugnisse
aus. |
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Acht deutsche
Universitäten erforschten das Superlearning,
wie die suggestopädische Methode auch
genannt wird. Im Schlaf lernen, versprechen
seriöse Anbieter nicht. Dagegen sind
Angebote wie zum Beispiel „150 Englischvokabeln
am Tag” vom ALPHA INSTITUTE durchaus realistisch.
Das hat der Lernexperte
Professor Rupprecht Baur von der Universität
Essen festgestellt. „Suggestopädische
Methoden versuchen spielerisch zu lehren,
alle Sinne anzusprechen und setzen dabei
einen Kreislauf von Interaktion und
Entspannung in Gang.”
Guter Unterricht bedient die
richtigen Ecken unserer Köpfe und
Unterricht ist nur dann gut, wenn alle
Hirndimensionen bedient werden, so Professor
Mandl von der Universität München. |
Interview mit Professor Dr. Heinz Mandl
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Professor
Dr. Heinz Mandl ist Dekan der Fakultät
für Psychologie und Empirische
Pädagogik an der Ludwig Maximillian
Universität München.
Mandls
Forschungsschwerpunkte:
Wissenstransfer und Wissensmanagement
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Angstfreies Lernen in einem entspannten wie auch anregendem
Umfeld, das macht neugierig, motiviert und bringt großen
Erfolg. Und es offenbart, dass herkömmlicher Unterricht
Erwachsenen nicht immer gerecht wird.
GEOSAISON:
Sie haben die Superlearning-Methode, die Suggestopädie,
untersucht, Scharlatanerie oder Wunderwaffe?
Professor Mandl:
Es ist wichtig zu wissen, dass es unterschiedliche suggestopädische
Lernmethoden gibt. Die Methode, die wir untersuchten,
funktioniert ganzheitlich, versucht möglichst alle
Sinne beim Lernen anzusprechen, mit klassischer Musik,
mit stark spielerischen Elementen, mit authentischen Situationen
und Entspannungsübungen.
Das Ergebnis?
Es war überwältigend. Nach insgesamt 69 Englischstunden
á 45 Minuten wurden unsere 14 Teilnehmer mit Volkshochschülern
verglichen, die eineinhalb Jahre (das heißt 256
Schulstunden á 45 Minuten) herkömmlich unterrichtet
worden waren.
Fazit: Die nach der Suggestopädie unterrichteten
Teilnehmer brachten trotz der kürzeren Zeit gleiche
Ergebnisse. Bei der Lösung von Alltagsproblemen,
bei kommunikativen Aufgaben und im Hörverständnis
schnitten sie sogar etwas besser ab. Entscheidend war
aber auch: alle nach der Suggestopädie unterrichteten
Schüler waren die ganze Zeit über hochmotiviert,
lernten enthusiastisch. Suggestopädie, das ist wie
ein großer Schub, jedenfalls für den Anfang.
Später, wenn die sprachlichen Anforderungen komplexer
werden, muss diese Form des Unterrichts mit Grammatik
ergänzt werden.
Was geht in unseren Köpfen vor, wenn wir
eine fremde Sprache lernen?
Neue Erkenntnisse aus der Hirnforschung belegen, dass wir
aktiv und konstruktiv lernen. Dazu müssen wir aufnahmebereit,
interessiert und neugierig sein. Die Lernumgebung, also
die Lehrer, die Gestaltung des Unterrichtsraumes und die
Atmosphäre, können dabei helfen, den Spracherwerb
zu fördern. Je entspannter und zugleich anregender
sich dieses Umfeld präsentiert, desto größer
ist unsere Lust zu lernen.
Wir lauschen.
Neues Wissen, das wir im Kopf behalten wollen, muss mit unserem
Vorwissen verknüpft werden. Ein fremdes Wort etwa,
zunächst ohne jeden Bezug, muss in einen Kontext
also in ein Bild oder einfach in einen Sinnzusammenhang
eingewoben werden. Je öfter das geschieht, desto
zugänglicher und abrufbarer wird es...
Gibt es Personen, die partout keine Sprachen
lernen können?
Ich glaube, nein. Es kommt darauf an, wie sie angesprochen
werden. Da gibt es sehr große Hemmschwellen alte
Schulerfahrungen etwa. Viele Leute blockieren ja schon,
wenn sie nur das Wort „lernen“ hören.
Richtig unterrichtet aber, in angstfreier Atmosphäre,
hat jeder ganz normale Mensch die Chance, eine Fremdsprache
zu lernen.
Was lernen wir von Kindern?
Kinder lernen ihre Muttersprache, inklusive Grammatik, ganz
ohne Schule das vergessen viele Pädagogen. Kinder
eignen sich in den ersten sechs Jahren ungeheuer viel
an, sind aktiv und neugierig. Sie lernen in natürlichen
Situationen, mit Spiel , Spaß und Freude, nie abstrakt
und losgelöst von konkreten Situationen. In der Schule
sitzten sie dann auf dem Stuhl, dürfen nur etwas
sagen, wenn sie aufgerufen werden, und rutschen in eine
äußerst passive Rolle. Kinder kommen als Fragezeichen
in die Schule und verlassen sie als Punkt, ein treffendes
Zitat des Pädagogen Neil Postman.
Welche Ecke im Hirn will im Unterricht bedient
werden?
Es gibt eine linke und eine rechte Gehirnhälfte, die
linke soll dem sprachlichen und begrifflichen dienen,
die rechte mehr dem kreativen und emotionalen Bereich.
Der Mensch hat also eine rationale Dimension sowie eine
motivationale. Ein Unterricht ist nur dann gut, wenn er
beide Dimensionen bedient.
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