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Kann man das Gedächtnis optimieren?

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Man muss erst beginnen, sein Gedächtnis zu verlieren, und sei es nur stückweise, um sich darüber klar zu werden, dass das Gedächtnis unser ganzes Leben ist. Ein Leben ohne Gedächtnis wäre kein Leben ... Unser Gedächtnis ist unser Zusammenhalt, unser Grund, unser Handeln, unser Gefühl. Ohne Gedächtnis sind wir nichts ...

Die Grundlage unseres Gedächtnisses bilden 100 Milliarden Nervenzellen. Das sind mehr Zellen, als Sterne in der Milchstraße. Jede einzelne Zelle ist mit bis zu 10.000 anderen verbunden. Sie bilden ein hoch kompliziertes Netzwerk, das als Kabel ausgebreitet fast 10 Mal um die Erde reichen würde.

Unser Netzwerk an Erinnerungen kann man am ehesten mit einem modularem Karteikasten-System vergleichen. Unser Gedächtnis hat dabei sehr viele Module und Karteikästen, die im Prinzip zwar unabhängig voneinander arbeiten können, aber stets miteinander verbunden sind.

Dabei werden unterschiedliche Aspekte des Lerninhalts, wie Personen, Objekte, Orte, Namen, Farben, der emotionale Zustand, usw. in unterschiedlichen Karteikästen abgelegt.

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Grundprinzipien unseres Erinnerungsnetzwerkes!

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  • In je mehr Gedächtnis-Karteikästen ein Inhalt abgelegt ist, desto besser ist er später wieder abrufbar.
  • Gelernte Inhalte bzw. Erinnerungen sind über verschiedene Karteikästen miteinander vernetzt.
  • Ähnliche oder zusammenhängende Karteikästen bilden Module und sind auch miteinander verknüpft.
  • Desto mehr Inhalte bereits in einem Karteikasten oder Modul vernetzt sind, desto besser können neue Inhalte darauf aubauend verknüpft werden.
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Lernen Spanisch
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Alles, was wir lernen, wird im Gedächtnis in Form von Netzmustern abgespeichert. Immer, wenn wir uns an Gelerntes erinnern, verschaffen wir uns Zugang zu einem Teil des entsprechenden Musters und ziehen dann weitere damit vernetzte Muster ins Bewusstsein. Erinnerungen sind also gespeicherte Verknüpfungsmuster unterschiedlich vieler Nervenzellen.

Lerninhalte z.B. Vokabeln, Gesichter, Gegenstände oder Telefonnummern haben ganz spezielle Muster, die dann erst zu einer Gedächtnisleistung führen, wenn sie gemeinsam aktiv sind. Das Gehirn hat die Fähigkeit, sich ständig den Erfordernissen seines Gebrauchs anzupassen.

Unser Gehirn fängt mit dem Lernen bereits im Mutterleib an, daher entsteht Wissensaufbau immer nur in Verbindung mit bereits vorhandenem Wissen. Was sich nicht in die vorhandene Struktur einfügen läßt, wird verworfen.

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